Wie weiter mit Europa?

Bin ich nun Deutscher oder Europäer? Um es genau zu sagen, gehöre ich drei Gruppen an. Ich bin Deutscher, weil ich in Deutschland aufgewachsen bin, ich bin Europäer, weil Deutschland in Europa liegt und ich bin ein Weltbürger, weil Deutschland ein Teil unserer Welt ist.
Zurück zu Europa. Ja, die Europäische Union gefällt mir. Von Portugal bis nach Estland und von dort mit der Fähre nach Finnland ohne Grenzkontrollen ist etwas Wunderbares. Mal eben von Forst (Lausitz) ohne Grenzkontrollen zu unseren polnischen Nachbar zu fahren ist auch wundervoll.
Für die Wirtschaft ist der EURO-Raum ebenfalls ein Segen. Natürlich gibt es Knackpunkte. Das Europäische Parlament erscheint wie auch der Bundestag viel zu aufgebläht und ist deshalb ein ausufernder Kostenfaktor für die Steuerzahler.
Die Reglementierungswut des Europäischen Parlaments ist etwas, was für die Bürgerinnen und Bürger so wie für mich nicht nachvollziehbar ist. Sieht eher aus wie Aktionismus, um zu zeigen, dass es sie gibt. Besser wären Reglementierungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Ob eine Banane eine bestimmte Länge und Krümmung haben muss, ist ohne Bedeutung, ob bestimmte Bienen schädigende Pestizide zugelassen werden sehr wohl.
Europa besteht aus Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen. Es ist nicht verwerflich, wenn sich Bürgerinnen und Bürger zuerst als Franzosen, Polen, Deutsche oder was auch immer sehen und erst dann als Europäer. Die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe sollen bestehen bleiben. Das hat mit Nationalismus nichts zu tun, sondern mit kulturellem Erbe.

Wir müssen daran arbeiten, dass Europa eine Einheit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger wird und kein regulierungswütiger Moloch.