Wir brauchen die Natur, die Natur braucht uns nicht

Die Natur hatte in meinem Leben schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Wenn ich innerlich Kraft tanken möchte, führen mich ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur. Um Forst (Lausitz) gibt es viele Möglichkeiten dazu. Seien es die märkischen Wälder, das Naturschutzgebiet Euloer Bruch mit den vielen Teichen, in denen Karpfen auf ökologische Art gezüchtet werden oder der wunderbare Ostdeutsche Rosengarten. Bei diesen Spaziergängen habe ich kein Handy bei mir, ich möchte da nicht durch ein Klingeln gestört werden.

Ich setze mich dafür ein, dass die Natur in größtmöglicher Vielfalt für die kommenden Generationen erhalten bleibt. Mein Appell richtet sich auch an die Eigentümer von Häusern mit Gärten, an Kleingärtner, die Landwirtschaft und die Kommunen, zumindest einen Teil speziell für die Vielfalt der Natur herzurichten. Eine bunte Blumenwiese bietet Insekten Nahrung, die dann wieder Vögel anziehen. Feldraine mit Sträuchern sind ein wichtiger Lebensraum besonders für Vögel.

Der Einsatz von Pestiziden als Oberbegriff von Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden etc sollte sehr zurückhaltend angewendet werden. Im privaten Bereich wird noch immer oft nach dem Motto 'viel hilft viel' verfahren. Die Politik fordere ich auf, sich bei Entscheidungen über die Zulassung ganz konsequent nicht auf Gutachten zu verlassen, die von den Herstellerfirmen finanziell unterstützt wurden. Aufgabe der zuständigen Stellen ist es, Entscheidungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und der Natur zu treffen. Von den Herstellern finanzierte Gutachten können keine vertrauenswürdigen Grundlage sein.

Alte Obst- und Gemüsesorten haben sich über Jahrhunderte bewährt, in diesem Bereich durch Reglementierungen und Zulassungshürden, die sich finanziell nur Grossunternehmen aus den Bereich Saatguterzeugung leisten können, zu verhindern, vernichtet längerfristig die Vielfalt.

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Ich bin keinesfalls ein 'militanter' Naturschützer und halte auch nicht viel von der Reglementierungswut der Regierung. Mir ist mehr an Aufklärung gelegen, denn letztendlich haben es die Verbraucher in der Hand, was in den Läden angeboten wird. Ich kaufe gerne, wenn immer möglich, regional ein und bevorzuge kleine "Tante-Emma" oder Hofläden. Dann bleibt das Geld in der Region und sichert Arbeitsplätze. Zusätzlich wird durch solches Kaufverhalten die Umwelt geschont. Spargel und Erdbeeren zur Weihnachten oder Äpfel aus Chile verursachen durch den Transport eine unnötige Umweltbelastung. Außerdem schmecken mir Erdbeeren oder Spargel nur so richtig während der Saison.

Denken Sie einfach mal darüber nach.