„Iss mich, ich bin schön“ oder „Iss mich, ich schmecke“

Ein Beitrag von mir vom 10.9.2016

Am 9.9.2016 wurde bei 3SAT der Beitrag „Wo sind die guten, alten Sorten?“ ausgestrahlt. Der Bericht handelte vom Verschwinden alter und bewährter Obst- und Gemüsesorten, die so gut wie nicht mehr in den Regalen der Supermärkte und nur ganz selten in Bioläden zu finden sind.
Bei Äpfeln hat sich das Angebot auf kaum mehr als 10 Sorten reduziert. Die Vielfalt und damit auch der sehr unterschiedliche Geschmack gehen nach und nach verloren.
Das war Anlass genug, die Dorfstraßen der Umgebung nach der Vielfalt der dort wachsenden Apfelsorten zu erkunden. Es dauerte nicht lange und 10 alte Sorten waren gesammelt.
Nun bin ich kein Spezialist was Apfelsorten angeht, aber Im Foto 1 links ist der „Gravensteiner“ zu sehen. Er wird noch angebaut, findet sich aber nur ganz selten noch in Geschäften.
Die Sorte oben links hat einen sehr herben Geschmack und eignet sich eher für Apfelkuchen. Allerdings ist diese Sorte bis weit in den Februar hinein lagerfähig.
Die gelbe Sorte rechts unten hat einen wunderbaren Geschmack, wird aber ganz schnell braun wenn man einen Apfel dieser Sorte aufschneidet. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch.
Ich erinnere mich, dass früher viele Apfelsorten schnell braun wurden und selbstgemachter Apfelmus war eher braun als hell.
Der Verbraucher entscheidet über das Angebot mit. Möchte 'schöne' und äußerlich 'genormte' Äpfel, stellt sich der Handel darauf ein. Ich möchte lieber die Sorten, die besonders gut schmecken. Deshalb vermisse ich alte Sorten.

Der oben genannte Bericht ist noch in der ARD Mediathek abrufbar.